Die Berliner Immobilienmanagement hat heute den Start des Konzeptverfahrens auf der Schöneberger Linse angekündigt. Es werden vier Grundstücke vergeben: zwei an Baugruppen, eines an eine Genossenschaft und eines an einen sozialen Träger.

Wir wünschen uns, dass wenigsten an dieser Stelle in Berlin Profitinteressen außen vor bleiben. Zu viele Liegenschaften wurden in den Vergangenheit vom Bund und vom Land Berlin zu horrenden Preisen an Investoren vergeben, denen die sozial gerechte Entwicklung der Stadt gleichgültig ist:

  • In der Stallschreiberstraße am Moritzplatz ist erst gestern eine große innerstädtische Brachfläche an einen Investor verkauft worden, der auf seiner Website für „Kapitalanlagen mit Genuss“ wirbt.
  • Das sogenannte Dragonerareal am Mehringdamm ist im Jahr 2014 für 36 Millionen Euro über den Tisch gegangen. Für eine faire Entwicklung führen Stadt von Unten, Nutzenden und Nachbarn inzwischen einen jahrelangen, zähen Kampf durch alle Instanzen.
  • In vielen anderen Ecken der Stadt wehren sich Menschen gegen Verdrängung: Willibald-Alexis-Str. 34, Manteufelstr. 99, Lehrter Straße und anderswo.

Was uns zuversichtlich stimmt ist der Fall der Großgörschen- ecke Katzlerstraße. Das Wohnhaus in Bundeseigentum sollte –bewohnt– meistbietend verkauft werden. Doch der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht. Noch ist der Rechtsstreit mit dem Bund nicht beigelegt, doch der Bezirk hat den Willen bewiesen, für eine soziale Stadtentwicklung einzutreten.

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